Heiztechnik - Hybridheizung

Heiztechnik - Hybridheizung

Hybridheizungen sind eine Kombination aus zwei oder mehr Heizsystemen, die gemeinsam ein Gebäude beheizen. Sie bieten eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. eine höhere Effizienz, eine bessere Wirtschaftlichkeit und eine erhöhte Versorgungssicherheit.


Funktionsweise

  • Hybridheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Kombination. Die beiden oder mehr Heizsysteme arbeiten je nach Bedarf zusammen. Wenn die eine Heizquelle nicht ausreicht, übernimmt die andere Heizquelle. Voraussetzung für die Nutzung von Hybridanlagen nach dem GEG 2024 ist, dass mind. 65 % der bereitgestellten Wärme aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Beispiele für Hybridheizungen sind:
    1. Gas-Brennwertheizung und Wärmepumpe: Die Wärmepumpenheizung wird als Grundlastheizung eingesetzt. Die Gas-Brennwertheizung wird zur Unterstützung der Wärmepumpenheizung eingesetzt.
    2. Holzpelletsheizung und Wärmepumpe oder Solarthermie: Die Holzpelletsheizung wird als insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen eingesetzt. Die Wärmepumpe / Solarthermie wird in der Übergangszeit und bei höheren Außentemperaturen eingesetzt (z. B. im Sommer oder Übergangszeiten)
    3. Stromdirektheizung und Wärmepumpe: Die Stromdirektheizung wird als Spitzenlastheizung eingesetzt. Die Wärmepumpe wird zur Grundlastheizung eingesetzt.

Wärmequellen

  • Hybridheizungen können mit verschiedenen Wärmequellen betrieben werden. Die gängigsten sind:
    1. Fossile Brennstoffe: Gas- und Heizöl.
    2. Holz: Holz ist eine nachwachsende Rohstoff, die in Deutschland in ausreichender Menge verfügbar ist.
    3. Strom: Strom kann aus verschiedenen Quellen stammen, wie z. B. erneuerbaren Energien, fossilen Brennstoffen oder Kernenergie.
    4. Solarenergie: Solarenergie ist eine erneuerbare Energie, die kostenlos und unbegrenzt verfügbar ist.
    5. Wärmepumpe: Wärmepumpen nutzen die kostenlose Wärme aus der Umwelt, um Gebäude zu heizen.

Geeignete Gebäude

  • Hybridheizungen eignen sich für alle Gebäude, die beheizt werden sollen. Sie sind besonders geeignet für Bestandsgebäude. Vor allem in noch nicht gedämmten Mehrfamilienhäusern kann die Hybridheizung eine gute Option sein. Nach einer Sanierung ist der (fossile) Spitzenlastkessel dann in der Regel nicht mehr notwendig.

Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb

  • Für einen effizienten Betrieb einer Hybridheizung sind folgende Voraussetzungen wichtig:
    1. Eine gute Wärmedämmung: Eine gute Wärmedämmung sorgt dafür, dass die Wärme im Gebäude gespeichert wird und nicht verloren geht.
    2. Eine ausreichend große Heizungsanlage: Die Heizungsanlage muss groß genug sein, um die benötigte Heizleistung zu liefern.
    3. Eine regelmäßige Wartung: Hybridheizungen müssen regelmäßig gewartet werden, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten.

Fazit

Hybridheizungen bieten eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. eine höhere Effizienz, eine bessere Wirtschaftlichkeit und eine erhöhte Versorgungssicherheit. Sie eignen sich für alle Gebäude, die beheizt werden sollen. Hybridheizungen können der erste Schritt zum Umstieg auf erneuerbare Heizungen sein. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass die CO2 Kosten für den fossilen Teil der Hybridheizung voraussichtlich in Zukunft stark steigen wird.

Vorteile

    1. Höhere Effizienz: Hybridheizungen können u.U. mit höheren Wirkungsgraden betrieben werden als Einzelheizsysteme.
    2. Bessere Wirtschaftlichkeit: Hybridheizungen können u.U. zu niedrigeren Heizkosten führen als Einzelheizsysteme.
    3. Erhöhte Versorgungssicherheit: Hybridheizungen bieten eine höhere Versorgungssicherheit als Einzelheizsysteme.

Nachteile

    1. Kosten: Hybridheizungen sind in der Regel teurer als Einzelheizsysteme.
    2. Komplexität: Hybridheizungen sind in der Regel komplexer zu installieren und zu bedienen als Einzelheizsysteme.
    3. Förderfähigkeit & Nachweispflicht: Prüfen, inwiefern die Hybridheizung gefördert werden kann. In der Regel wird nur der EE-Anteil gefördert.

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